Thomas Mann

"Das putzt ganz ungemein."

Presseartikel

Süddeutsche Zeitung vom 2. November 2017

"Aus den Tropen nach Lübeck"

Dass die Mutter Thomas und Heinrich Manns Brasilianerin war und 1851 mitten im Urwald bei Rio de Janeiro geboren wurde, wissen selbst manche Germanisten nicht. Ihr Weg führte vom "Glück in den Tropen" in das - für Thomas Mann - "mittelalterliche Lübeck" und in die Ehe mit dem Finanzsenator Mann und endete nach dem frühen Tod des Senators 1891 mit ihrem Umzug in die Bohèmestadt München. In der Galerie im Schlosspavillon, Ismaning, widmet sich von diesem Wochenende an eine Dokumentation den drei Lebensetappen Julia Manns in Brasilien, Lübeck und München und ihren Einfluss auf das literarische Werk ihrer Söhne.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/stadt-am-rand-aus-den-tropen-nach-luebeck-1.3733548

 

F. A. Z.  vom 22. Oktober 2017

"Denn er war ja auch ein Aff’"

Es ist eine geradezu surreal anmutende Szenerie: Ein großer Pulk von Journalisten aus England, Frankreich und den Vereinigten Staaten wartet an einem sonnigen Frühlingstag auf den Beginn der Pressekonferenz mit dem weltberühmten Mann. Die Reporter sind uniformiert. Einer von ihnen ist Klaus Mann. Er trägt eine Sonnenbrille, raucht, macht sich Notizen. Der Ort: der Garten einer Villa am Stadtrand von Augsburg. Die Zeit: 11. Mai 1945. Der berühmte Mann, auf den alle warten: Hermann Göring.

Von Hubert Spiegel

Zum Artikel:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/neue-hoer-edition-thomas-mann-denn-er-war-ja-auch-ein-aff-15247683.html

 

 F. A. Z.  vom 9. Oktober 2017

"Wie Anleitungen zum Nachschneidern"

Es gibt Namen, die sofort Bilder und Stimmungen heraufbeschwören. Tadzio ist so ein Name. Wer ihn hört oder liest, erinnert sich sofort an die wehmütige Sehnsucht, die fatalistische Melancholie und an das peinlich berührte und zugleich aufregende Gefühl, der eigenen Schwärmerei überführt worden zu sein – eben an all die Höhen und Tiefen, die Gustav von Aschenbach angesichts des schönen Tadzio erlebt. Unschuldig spielt er am Strand der von Unheil bedrohten Lagunenstadt Venedig, lässt sich nach dem Bad von seiner Mutter und der Gouvernante in wärmende Handtücher hüllen, blickt tagsüber versonnen aufs Meer und abends im Hotel schüchtern und gleichsam neugierig in die Augen seines stillen Bewunderers. Tadzio, das ist, auch dank der kongenialen Verfilmung von Luchino Visconti aus dem Jahre 1971, der schöne Junge im Matrosenanzug.

Von Katharina Pfannkuch

Zum Artikel:

http://www.faz.net/aktuell/stil/mode-design/mode-spielt-bei-thomas-mann-eine-grosse-rolle-15236223.html

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