Thomas Mann

"Das putzt ganz ungemein."

Smartphone-App "Überlebende der Bücherverbrennung"

Anlässlich des Jahrestages der deutschlandweiten, vom Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund angeführten Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 erzählt der Berliner Verein Villa Aurora & Thomas Mann House Geschichten von elf Schriftstellerinnen und Schriftstellern, darunter Thomas und Heinrich Mann, deren Werke bei der Bücherverbrennung vernichtet wurden.
Die kostenlose Smartphone-App erzählt anhand ihrer Wohn- und Wirkstätten in Berlin sowie an fünf weiteren Orten, an denen das Zeitgeschehen thematisiert wird, bildreich und durch insgesamt 16 Hörstücke vom Leben in der Weimarer Republik, der Machtübernahme, den Schikanen und Verfolgungen durch die Nationalsozialisten, von der Flucht ins Ausland und dem Leben im Exil, der Rückkehr einiger nach Deutschland und der Rezeption ihrer Werke bis heute. Der Verein möchte damit die Aktualität der erzählten Schicksale und Werke aufzeigen und für die auch heute noch weltweit anhaltende Bedrohung der freien Meinungsäußerung sensibilisieren.

Neben Autorinnen wie Irmgard Keun, Nelly Sachs und Anna Seghers liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Autorinnen und Autoren, die ihr Exil an der Westküste der USA verbrachten, dem sogenannten „Weimar am Pazifik“: Thomas und Heinrich MannVicki Baum, Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger, Erich Maria Remarque und Franz Werfel versuchten mit mehr oder minder großem Erfolg einen Neuanfang in Hollywood. „Überlebende der Bücherverbrennung“ erzählt nicht nur von den persönlichen Verlusten der Exilgeschichte, sondern auch von im Exil entstandenen neuen Werken, die bis heute Welterfolge der Literatur und des Theaters sind. Das Projekt spannt einen Bogen bis in die Gegenwart und zeigt die Aktualität ihrer Werke und die Erfahrungen der elf Autor:innen.

Das Online-Angebot „Überlebende der Bücherverbrennung“ erscheint am 10. Mai auf Deutsch und Englisch in der berlinHistory App für Android und iOS. Autor ist der Literatur- und Kulturwissenschaftler Dr. Thomas Schneider. Ein Angebot in Kooperation mit BerlinHistory e.V..

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