"Das putzt ganz ungemein."

Thomas-Mann-Preisträger Norbert Gstrein liest in Lübeck

Die Bayerische Akademie der Schönen Künste, München, und die Hansestadt Lübeck haben ihren gemeinsam vergebenen Thomas-Mann-Preis im Jahr 2021 an den Schriftsteller Norbert Gstrein verliehen. Pandemiebedingt wird der Preis nun am 31. Mai 2022 in München verliehen. 
Am 30. Mai 2022 kommt Norbert Gstrein nach Lübeck. Der Autor liest um 19 Uhr in der Katharinenkirche (Königstraße 27, 23552 Lübeck) aus seinem aktuellen Roman "Der zweite Jakob".
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Norbert Gstrein (c) Isolde Ohlbaum

Aus der Begründung der Jury:
Der österreichische Romancier Norbert Gstrein (Jg. 1961) ist einer der virtuosesten deutschsprachigen Erzähler der Gegenwart. Mit dem Debüt "Einer", der beklemmenden Dorfgeschichte aus der Tiroler Bergwelt seiner Heimat, machte er 1988 erstmals auf sich aufmerksam. Seither hat Gstrein zahlreiche Romane, Erzählungen und Essays vorgelegt, die immer wieder aufs Ganze gehen, u. a. "Die englischen Jahre" (1999), eine Emigrations- und Verwechslungsgeschichte aus dem Zweiten Weltkrieg, den Kriegsroman "Das Handwerk des Tötens" (2003), zuletzt den Roman "Der zweite Jakob" (2021), der noch einmal die ungelösten Fragen des Debüts von 1988 aufnimmt. Sie alle erzählen von Außenseitern und Mitspielern, von Warlords und Flüchtlingen, von Menschen, die etwas zu verbergen haben, von kollektiven Störfällen und den allzu glatten Schuldzuweisungen, mit denen wir uns zu beruhigen suchen: scharfsinnige, schonungslose Beobachtungen unserer Gegenwart.

Der Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste wird seit 2010 im jährlichen Wechsel in Lübeck und München verliehen und ist mit 25.000 Euro dotiert. Mitglieder der Jury für die Preisvergabe an Norbert Gstrein waren Friedhelm Marx (Sprecher der Jury), Sven Hanuschek, Michael Krüger, Birte Lipinski, Georg M. Oswald, Gabriele Schopenhauer und Hans Wißkirchen.

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