"Das putzt ganz ungemein."

Ringvorlesung "Magic Mountain - Visiten der Gegenwart"

100 Jahre Thomas Manns "Der Zauberberg"

100 Jahre nach seinem Erscheinen steht Thomas Manns Der Zauberberg im Zentrum einer öffentlichen Ringvorlesung in Lübeck. Im Jubiläumsjahr 2024 widmet sich die Geburtsstadt des Autors mit aktuellen Blicken der thematischen Vielfalt des Romans: In „Visiten der Gegenwart“ wird den zentralen Fragen nach dem Verhältnis von Leben, Krankheit und Tod nachgegangen und die verschiedenen literaturwissenschaftlichen, zeitgeschichtlichen, medizinhistorischen und musikalischen Aspekte des Romans thematisiert.
Hierzu sind hochkarätige Referierende nach Lübeck eingeladen: Unter anderem spricht der renommierte Thomas-Mann-Forscher und ehemalige Direktor der Lübecker Museen Hans Wißkirchen über Quellen und zeitgenössische Kontexte des Romans, die Musikwissenschaftlerin Christiane Tewinkel über die Musik im Roman und die Medizinerin und Literaturwissenschaftlerin Yvonne Wübben beleuchtet die Gespräche zwischen Arzt und Patient. Die Abende der Ringvorlesung werden mit musikalischen Werken gerahmt, die im Zauberberg eine zentrale Rolle spielen. Die Musikhochschule macht so den Roman sinnlich erfahrbar und musikalisch hörbar.
Die Ringvorlesung „Magic Mountain – Visiten der Gegenwart“ findet ab dem 21. Februar im vierwöchentlichen Rhythmus im Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL) in der Königstraße 42 statt. Die Abende beginnen jeweils um 18:30 Uhr. Im Anschluss laden wir Sie ein, bei Wein und Wasser miteinander ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Veranstaltungsreihe „Magic Mountain“ wird von der Musikhochschule Lübeck (MHL) und der Universität zu Lübeck (UzL) im Rahmen von Lübeck hoch 3 als Kooperationsprojekt mit dem Buddenbrookhaus/Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum realisiert.

Die Vorträge werden aufgezeichnet und im Nachgang online zur Verfügung gestellt. Die Veranstaltung wird nicht im Livestream gezeigt.

Mittwoch, 26. Juni, 18:30 Uhr
Dr. Regina Ströbl und Dr. Andreas Ströbl
"Ein Sarg ist ein geradezu schönes Möbel" - Zur Inszenierung von Verstorbenen

In ihrem Vortrag führen Regina und Andreas Ströbl in die mitunter prunkvolle Welt der Aufbahrungen und Inszenierungen von Leichnamen vom Hochadel bis zum Bürgertum ein. Dabei machen sie deutlich, wie wichtig ein bewusstes Abschiednehmen von den Verstorbenen in historischer Zeit war und nach wie vor ist. Das Werk von Thomas Mann bietet für den Themenkomplex Tod–Abschied–Trauer einen reichen Fundus, der in dem Vortrag ebenfalls vorgestellt wird.

Regina und Andreas Ströbl sind Archäologen und Kunsthistoriker. Als „Forschungsstelle Gruft“ mit Sitz in Lübeck dokumentieren, bearbeiten und retten sie im ganzen Bundesgebiet Grüfte und Mausoleen der Frühen Neuzeit.

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