"Das putzt ganz ungemein."

Zeitsprünge-Standpunkte: "Eat the rich? Risikogeschäft und Wirtschaftskrise"

Podiumsdiskussion

Die Veranstaltungsreihe Zeitsprünge - Standpunkte findet am Samstag26. September, um 20 Uhr und verknüpft literarische Texte der Manns mit aktuellen Debatten der Gegenwart. Im Jubiläumsjahr zum 125-jährigen Erscheinen von Thomas Manns Debütroman steht an diesem Abend Buddenbrooks. Verfall einer Familie im Zentrum des Podiumsgesprächs. 

Die Wirtschaft steckt in der Krise, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Politisch bemüht man sich um Schadensbegrenzung durch Konjunkturpakete, Finanzspritzen und weitere Verschuldung. Und indem man die Menschen darauf einschwört, den Gürtel in Zukunft enger schnallen zu müssen. Im Rückblick liegt die letzte Wirtschafts- und Finanzkrise, verursacht durch eine geplatzte Immobilienblase mit massiven Auswirkungen auf die Eurozone, gerade mal ein paar Jahre zurück.
Im Roman Buddenbrooks schauen wir der Hauptfigur, Thomas Buddenbrook, Finanzsenator im Stadtstaat Lübeck und zugleich Erbe einer Unternehmerdynastie, beim verzweifelten Kampf gegen den Niedergang seiner Firma zu. Er verkalkuliert sich, geht Risikogeschäfte ein und muss zugleich seinem ärgsten Konkurrenten, Hermann Hagenström, dem Newcomer, beim unerhörten Aufstieg zuschauen. Doch auch diesem Aufstieg droht bereits ein jäher Absturz: Der Kapitalismus frisst seine Kinder. 

Auf dem Podium diskutieren Anja Kohl (Journalistin, Germanistin) und Wolfgang M. Schmitt (Podcaster, Autor).
Moderation: Dr. Regine Zeller (Universität Mannheim)
Lesung: Nina Mercédes-Rühl (Thearter Lübeck)

Eine Kooperation zwischen dem Förderverein des Buddenbrookhauses, der Heinrich Mann-Gesellschaft und der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Buddenbrookhaus.
Vor und nach der Veranstaltung gibt es die Möglichkeit sich über die Arbeit der drei Vereine zu informieren.
Der Einlass beginnt um 19 Uhr

Eintritt: Um Anmeldung über das kostenfreie Ticket wird gebeten.

 Anja Kohl
© Rüdiger Jürgensen
Anja Kohl studierte im Hauptfach Germanistik (sowie Publizistik/Journalismus und Politikwissenschaft). Ihr Studium führte sie von Bamberg über Mainz nach Baltimore an die Ostküste der USA (Maryland). Den Abschluss als Magister Artium erlangte sie an der Johannes- Gutenberg-Universität Mainz mit einer Magisterarbeit zu den Werken Heiner Müllers (Differenzphilosophie und „Literatur als Material“ in „Hamletmaschine“ und den „Medea-Texten“).
Prägend an der Mainzer Universität war für sie das Studium bei Prof. Dr. Hermann Kurzke, einem der renommiertesten Thomas-Mann-Forscher. In diesem Zusammenhang entstanden Seminararbeiten zu „Betrachtungen eines Unpolitischen“ sowie zum Verhältnis der Brüder Thomas und Heinrich Mann (in Deutschland und vor dem Hintergrund des US-amerikanischen Exils.)

 

  Wolfgang M. Schmitt 
© Cornelis Gollhardt
Wolfgang M. Schmitt ist Youtuber, Podcaster und Kritiker. Seit 2011 betreibt er den ideologiekritischen Youtube-Kanal "Die Filmanalyse" und seit 2020 den Podcast "Die Neuen Zwanziger" mit Stefan Schulz. Seit 2019 diskutiert er im "Wohlstand für Alle"-Podcast gemeinsam mit Ole Nymoen Wirtschaftsthemen. Bei Suhrkamp erschien von ihm zuletzt (mit Ole Nymoen) "Influencer. Die Ideologie der Werbekörper" und "Die kleinen Holzdiebe und das Rätsel des Juggernaut".

 

 Dr. Regine Zeller 
© Nikola Haubner
Regine Zeller lebt und arbeitet in Mannheim. Sie hat Germanistik, Medienwissenschaft und Betriebswirtschaftslehre studiert und wurde 2011 mit einer Arbeit über Massenpsychologie im Zeitroman der Weimarer Republik promoviert. Für Ihre Arbeit zu Thomas Manns Novelle „Mario und der Zauberer“ erhielt sie 2005 den Förderpreis der deutschen Thomas Mann-Gesellschaft Lübeck e.V., von 2007 bis 2015 war sie Mitglied des Sprecherteams im Kreis junger Thomas Mann-Forscher. Aktuell beschäftigt sie sich als freigestellte Personalrätin vor allem mit Fragen des Arbeits- und Tarifrechts.

 

 Nina Mercédes-Rühl
© Sasha Illushina
Nach ihrer Ausbildung war Nina-Mercedés Rühl als freischaffende Schauspielerin in Leipzig, Berlin und den Landesbühnen Sachsen (Radebeul) tätig, bevor sie ihr Weg zum Freilichttheater »Müritz-Saga« führte. Im Oktober 2014 trat sie ihr erstes Festengagement am saarländischen Kinder- und Jugendtheater »überzwerg« an.
Mit ihrem Solostück »Name: Sophie Scholl« gewann sie 2018 das Monologfestival in Reutlingen. Damit gastierte sie aktuell auch wieder am Theater Lübeck.
Ab der Spielzeit 17/18 arbeitete sie erneut als freischaffende Schauspielerin u.a. am Stadttheater Ingolstadt, am Landestheater Tübingen, am Theater Reutlingen und dem Theater Lübeck. Ab der Spielzeit 21/22 war Nina-Mercedés Rühl festes Ensemble-Mitglied an der Landesbühne Niedersachsen Nord. Neben der Bühne ist die gebürtige Berlinerin außerdem auch im Bereich Synchron, Voice-Over & Gaming, sowie in TV/Film tätig. Sie lieh diversen Stimmen in verschiedensten Serien, Filmen und Games bereits ihre Stimme, z.B. für »Galerias Velvet«, »Willkommen bei den Louds« & »Tracker«. In Spielen wie »Avatar – Frontiers of Pandora«, »Elders Scrolls Online« & »Valorant« ist sie ebenfalls zu hören. Mit dem Tatort »Totenstille« gab sie 2016 ihren Einstand im deutschen Fernsehen.

Veranstaltungsort:
Media Docks
Willy-Brandt-Allee 31
23554 Lübeck

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