"Ich bin sehr scharf im Kopf heute."

Lektüre-Workshop "Rede vor Arbeitern in Wien"

Thomas Manns Ansprache an die Wiener Arbeiter aus dem Jahr 1932 beginnt mit dem Hinweis, dass der „bürgerlich geborene Schriftsteller“ an diesem Abend das erste Mal vor einem „sozialistischen Arbeiterpublikum“ spreche – dieses Statement soll uns im Workshop in zweifacher Weise als Ausgangspunkt unserer Diskussion dienen. Zum einen wollen wir einen Blick auf den Stil der Rede werfen: Wie nimmt Mann bei der Konzeption des Textes diese besondere Zuhörerschaft in den Blick? Zum anderen drängt sich natürlich auch die Frage auf, wie er mit dem Gegensatz im Lauf des Textes umgeht. Im Zentrum stehen dabei (einmal wieder) die Begriffe Bürgertum, Geist, Kultur und Demokratie, aber natürlich auch die Auseinandersetzung mit dem Wesen des Sozialismus und dessen Abgrenzung vom Marxismus auf der einen und natürlich dem Nationalismus als gemeinsamen Gegner auf der anderen Seite. Diese Definitionen und Positionsbestimmungen wollen wir uns im Detail ansehen, um die Aussagekraft des Textes herauszuarbeiten.

Dr. Regine Zeller ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für deutsche Philologie an der Universität Mannheim.

Die Rede finden Sie alternativ in:
° Thomas Mann: Gesammelte Werke in dreizehn Bänden, Fischer: Frankfurt a.M. 1974, Bd. XI, S. 890-910
° Thomas Mann: Ausgewählte Essays in drei Bänden, Fischer: Frankfurt a.M. 1977, Bd. 2, S. 129-144

 Hinweise zum Workshop:
- max. 20 Teilnehmende
- eine Anmeldung vorab bis 26. August 2022 (am besten zusammen mit der Anmeldung zu Tagung) ist erforderlich
- nach Anmeldung erhalten Sie Ende August den Text in einem kleinen Reader per E-Mail.

 

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